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Donnerstag, 25.11.2021


Abdassamad El Yazidi auf der Auftaktveranstaltung gemeinsam mit einem Vertreter des Projektes SOAR.

„Umfassender Schutz“: Die neue Regierung (Ampel) verspricht in ihrem Koalitionsvertrag muslimische Einrichtungen zu unterstützen

Kürzlich fand in Köln die Auftaktveranstaltung „Schutz der Gotteshäuser“ des von der EU-Kommission geförderten Projektes SOAR in Kooperation mit dem ZMD statt.

Im jüngst veröffentlichten Koalitionsvertrag wird die Sicherheit der Muslime und ihrer Einrichtungen thematisiert. Dazu heißt es: „Der zunehmenden Bedrohung von Musliminnen und Muslimen und ihren Einrichtungen begegnen wir durch umfassenden Schutz, Prävention und bessere Unterstützung der Betroffenen.


Abdassamad El Yazidi: „Es ist nötig Sicherheitsexperten auszubilden.“
Die EU fördert den Schutz von Moscheen

Zwei Tage vor der Veröffentlichung fand in Köln die Auftaktveranstaltung „Schutz der Gotteshäuser“ des von der EU-Kommission geförderten Projektes SOAR in Kooperation mit dem Zentralrat der Muslime (ZMD) statt. Abdassamad El Yazidi, der derzeitig sowohl Sprecher des Koordinationsrates der Muslime (KRM) als auch der Generalsekretär des ZMD ist, begrüßt es, dass die Koalitionäre die Notwendigkeit erkannt haben gegen Muslimfeindlichkeit vorzugehen. Auf der Auftaktveranstaltung in Köln äußerte er sich zum Thema: „Angesichts der anhaltenden Angriffe auf Moscheen ist es notwendig, in den Verwaltungen der Moscheen Sicherheitsexperten auszubilden und religiöse Einrichtungen zu überwachen. Der Einsatz elektronischer Mittel sollte berücksichtigt werden.“

Anstieg des antimuslimischen Rassismus

Zuletzt war ein steter Anstieg von islamfeindlichen und antimuslimischen Straftaten zu verzeichnen. Im Jahr 2018 wurden 824 Straftaten gemeldet, 2019 884 mit 34 Verletzten. Im Jahr 2020 wurden 1026 Straftaten mit 48 Verletzten gemeldet und 103 direkte Angriffe auf Moscheen, darunter Sachbeschädigungen und Volksverhetzungen. Dies stellt jedoch nur die Spitze des Eisberges dar. Aus Scham und Scheu vor den Behörden werden viele Übergriffe nicht zur Anzeige gebracht.