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Mittwoch, 21.01.2015


Versöhnungsaufforderung des Islam

ZMD auf Konferenz zu deutsch-arabischen Beziehungen in Doha

Am 14. und 15. Januar 2015 fand in der katarischen Hauptstadt Doha eine Konferenz zu deutsch-arabischen Beziehungen statt, die vom Forum of Arab and International Relations Doha veranstaltet wurde. Organisator war der deutsch-marokkanische Philosoph Dr. Rachid Boutayeb. An der Konferenz nahm auch der ZMD Vorsitzende Aiman Mazyek teil. Außerdem wurde der Verband durch den Beauftragten für wissenschaftliche Expertise (ZMD)Prof. Mohammed Khallouk, den hessischen ZMD-Landesvorsitzenden Abdessamad El Yazidi und den Vorsitzenden des Verbandsmitglieds DIV (Mitglied des ZMD) Abdelkarim Ahroba auf dieser Konferenz vertreten.  

Weitere Konferenzteilnehmer waren u.a. der frühere Vositzende des Hamburger Orient-Instituts und Leiter des Governance Center Middle East North Africa bei der Berliner Humboldt Viadrina School of Governance, Prof. Udo Steinbach, der ehemalige Vorsitzende des Bundesnachrichtendienstes und Staatssekretär im Bundesinnenministerium Dr. August Hanning, der Gründer des World Security Networks und der Codes of Tolerance, Dr. Hubertus Hoffmann, der ehemalige Präsident der Marburger Universität, Prof. Volker Nienhaus, der Herausgeber der Zeitschrift Fikrun Wa Fun, Stefan Weidner, der Vorsitzende der Euro-Mediterranian Association of Cooperation and Development (EMA), Abdelmajid Layadi, der Autor des Buchs “Islamfeindlichkeit” Dr. Thorsten G. Schneiders und der zum Islam konvertierte einstige Berater Richard Nixons, Prof. Robert Crane.

Die Teilnehmer referierten über die verschiedensten Aspekte der deutsch-arabischen Beziehungen. Dabei wurde die politische Ebene ebenso beleuchtet wie die wirtschaftliche und kulturelle Ebene und herausgestellt, dass trotz der fehlenden deutschen Kolonialvergangenheit im arabischen Raum die deutschen Beziehungen dorthin mindestens ebenso weit in die Historie zurückreichen wie diejenigen Großbritanniens und Frankreichs. Aiman Mazyek ging auf die muslimische Gemeinde in Deutschland ein, hob ihr Engagement für ein friedliches Zusammenleben im Angesicht der Terroranschläge in Paris hervor und betonte die Versöhnungsaufforderung des Islam, an welche die Muslime sich heutzutage wieder mehr erinnern sollten. Auf diese Weise fänden Terrorgruppen, sofern sie ihre Gewalt im Islam zu rechtfertigen suchten, keine Gefolgschaft.

Der Dank richtet sich auf jeden Fall an das Forum of Arab and International Relations und den Organisator Dr. Boutayeb, die einen wertvollen Beitrag geleistet haben, den Beziehungen zwischen Deutschland und der Arabischen Welt mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Die Leidenschaft der Referenten und die Lebendigkeit der Diskussionen verleiten zur Hoffnung, dass die beiden Tage in Doha auch die Beziehungen selbst noch mehr belebt haben und geben Anknüpfungspunkte für weitere Konferenzen dieser Art.