Mittwoch, 26.02.2003
Ich beziehe mich auf keinen bestimmten Artikel. Das was ich hier artikuliere sind lediglich meine persönlichen Positionen.
Zunächst muss ich sagen dass mich der Name Euroislam in keinster Weise stört. Wichtig ist vielmehr dass der Islam als Medium dazu dienen soll, im europäischen Raum die Völkerverständigung zu fördern, in dem Mittel und Wege gefunden werden, Menschen mit unterschiedlichem Glauben dazu zu bringen Gemeinsamkeiten herauszustreichen und Unterschiedlichkeiten im Rahmen der Kulturvielfalt, für die europäische Gesellschaft Konstruktiv zu nützen. Dies bedarf gemeinsamer Anstrengungen. Jedoch werden wir nicht bei null anfangen, denn wir leben schon seit Jahrzehnten zusammen und wir kennen uns insoweit, als dass wir einen für alle Beteiligten förderlichen Dialog führen können.
Ich finde dass Religion die Mitmenschlichkeit und das Zusammenleben der Menschen nicht behindern, sondern fördern sollte. Es sollte hierbei die richtige Balance zwischen Tradition und liberale Lebensmuster herausgefunden werden, denn ohne liberale und emanzipative Elemente und Tendenzen, kann Demokratie meiner Meinung nach sich nur begrenzt entfalten. Wir werden alle voneinander lernen und uns gegenseitig unterstützen müssen.
Eine multikulturelle Gesellschaft, wird durch den fortschrittlichen Dialog der Religionen (damit meine ich im Grunde die respektvolle Abstimmung und die nutzenbringende Herausarbeitung von Gemeinsamkeiten der christlichen, moslemischen u.s.w. Religionen für die Gesellschaft im europäischen Raum), bereichert und wird neue Lebensperspektiven für die Zukunft schaffen.
Anestis Moutafidis