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Donnerstag, 15.05.2014

Nahe Osten: 66. Jahrestag der Vertreibung

„Es wird keinen Frieden, keine Stabilität und keine Versöhnung geben, ohne das Rückkehrrecht für Flüchtlinge.“

Palästinesner und Araber haben der Vertreibung der rund 700.000 Araber gedacht, die nach der Gründung des jüdischen Staates am 14. Mai 1948 flohen oder vertrieben wurden. Sie fordern ein Rückkehrrecht für alle Nachkommen derjenigen, die infolge des Unabhängigkeitskrieges aus Zwang oder freiwillig ihre Häuser verlassen haben.

Der „Marsch der Rückkehr“ wird seit 14 Jahren jedes Mal in einer anderen Ortschaft veranstaltet. In diesem Jahr fand die Demonstration nahe des Kibbutz‘ Lavi statt, der auf den Ruinen des einst arabischen Dorfes Lubja erbaut wurde. Bis 1948 lebten dort etwa 2.700 Araber.

Der arabische Knessetabgeordnete Mohammed Barakei betonte: „Es wird keinen Frieden, keine Stabilität und keine Versöhnung geben, ohne das Rückkehrrecht für Flüchtlinge.“

Israels Außenminister Avigdor Lieberman kritisierte die Proteste der israelischen Araber. Er sagte laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“: „Ich schlage denjenigen, die palästinensische Flaggen schwenken, vor, direkt nach Ramallah zu marschieren und dort zu bleiben.“