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Samstag, 22.03.2014

„Muslimisches Leben in Dresden“ - Prima Aktion im Deutschen Hygiene Museum

Am Mittwoch trafen sich Vertreter der drei abrahamtischen Religionen im Deutschen Hygiene Museum in Dresden. Unter dem Motto „Von Alteingesessenen und Dazugekommen“ stellten sich Rabbi Nachama von der Jüdischen Gemeinde Dresden, Pfarrer Ullmann, Pfarrer der Kathedrale Ss. Trinitatis, und Khaldun Al Saadi vom Islamischen Zentrum Dresden (ZMD-Mitglied) den Fragen der Besucher. Mit 15-minütigen Statements zu Beginn stellten sich nicht nur die Gemeinden an sich vor, sondern sprachen von Wünschen, Hoffnungen aber auch Ängsten der Gläubigen mit Migrationshintergrund in Dresden.

Klar wurde das man viele der Gefühle aber auch Herausforderungen religionsübergreifend teilt. Dazu gehört es Sprachbarrieren zu überwinden, Flüchtlinge zu betreuen und den Generationenwechsel zu meistern. Die gemeinsame Berufung auf einen barmherzigen Gott war eine wesentliche Grundlage für die anschließende Diskussion mit den Zuschauern. Religiöse Gemeinden, das wurde deutlich, sind wichtige Akteure, die Aufgaben der Integration übernehmen, und damit Vielfalt in Dresden gestalten.

Al Saadi vom Islamischen Zentrum Dresden bewertet den Abend positiv: „Wir Dresdner begreifen Religion als Bereicherung, auch wenn wir die Herausforderungen nicht weg reden. Dass laut dem Religionsmonitor der Bertelsmann Stiftung der Islam aber mehrheitlich als Bedrohung wahrgenommen wird, ist äußerst besorgniserregend. Veranstaltungen wie diese bauen Sorgen und Ängste ab. Deshalb benötigen wir mehr davon.“ An die politischen Vertreter gerichtet, wünschte er sich deshalb eine Fortführung des im Jahr 2012 eingerichteten Forums „Muslimisches Leben in Dresden“.