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Leserbriefe

Dienstag, 13.05.2003



Heidi Piontek: "Unwissenheit gebiert Terror" schrieb:


Assalamu Aleykum liebe Brüder und Schwestern,
Bismilah hir rachmar nirahim,

Meine Meinung ist folgende:
Wenn ich davon ausgehe, dass ein wirklich gläubiger Mensch,egal welcher Konfession, niemals einen anderen töten wird weil er zu viel Respekt vor der Schöpfung hat, wäre dass ideal. Doch wenn ich mir vorstelle in Palästina geboren und aufgewachsen zu sein, oder in Jerusalem, vielleicht verheiratet und drei Kinder, und meine Familie wäre den ständigen Repressalien ausgesetzt, oder meine Kinder würden sich am Schulbus unterhalten, ob sie wohl heil zur Schule kommen, oder zwei wären schon auf Grund einer Besetzung oder eines Terroranschlages gestorben, mein Mann vielleicht verhaftet, oder ohne Arbeit...........

Was würde ich tun? Ideal wäre als gläubiger Mensch zu beten und zu sagen ok, das ist das Schicksal was Gott mir zugedacht hat. Aber ich könnte auch genauso gut von Hass, Trauer und Verzweiflung zerfressen sein und mich selbst und andere Unschuldige töten. Die Frage liese sich nur beantworten wenn ich vor Ort wäre. So kann ich mir über niemanden ein Urteil erlauben.

Ich denke es liegt an den betroffenen Menschen dort selbst, ob sie eines Tages in der Lage sein werden, sich auf ihre Gläubigkeit zu besinnen, ihren Hass zu überwinden und dieses auch wirklich zu wollen. Zu sagen wir vergeben und bitten um Vergebung. Was ich nicht will, was man mir tut, füge ich auch nicht anderen zu.

Ich denke von außen kann gar niemand etwas tun. Viele sehr gute Politiker sind schon gescheitert oder haben ihr Leben lassen müssen. Das liegt daran, das es in dieser Sache kein richtig oder falsch gibt. Es ist eine Auseinandersetzung zwischen richtig und richtig. Das macht die Sache tragisch.