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Donnerstag, 27.09.2012

Ehrung für Sima Samar: "Ärztin der Armen" erhält Alternativen Nobelpreis

Weitere Ehrungen gehen an einen US-Wissenschaftler und eine britische Kampagne gegen Waffenhandel

Premiere beim Alternativen Nobelpreis: Erstmals geht die Auszeichnung in diesem Jahr nach Afghanistan. Die Ärztin Sima Samar erhält die Auszeichnung für ihren Kampf für Menschenrechte und die Rechte von Frauen. Die Jury lobte ihren "Mut und ihre Entschlossenheit (...) in einer der instabilsten Regionen der Welt". Samar gilt seit mehreren Jahren auch als Anwärterin auf den Friedensnobelpreis.

Eine weitere der mit je 50.000 Euro dotierten Auszeichnungen geht an den amerikanischen Politikwissenschaftler Gene Sharp für Strategien zum gewaltlosen Widerstand. Sharp gilt als "geistiger Vater der ägyptischen Revolution". Ebenfalls ausgezeichnet wird die britische Kampagne gegen Waffenhandel. Den nicht dotierten Ehrenpreis erhält der türkische Umweltschützer Hayrettin Karaca.



Der als Alternativer Nobelpreis bekannte "Right Livelihood Award" (Preis für richtige Lebensführung) soll Menschen und Organisationen für "praktische und beispielhafte Antworten zu den dringendsten Herausforderungen unserer Zeit" ehren. Die nach dem Preis benannte Stockholmer Stiftung zeichnet Leistungen aus den Bereichen Umweltschutz, Menschenrechte, Frieden, Armutsbekämpfung, Kultur sowie nachhaltige Technologien und Wirtschaftsmodelle aus.

Die Alternativen Nobelpreise werden seit 1980 jeweils kurz vor der Bekanntgabe der traditionellen Nobelpreise vergeben. Bisher wurden 149 Preisträger aus 62 Ländern ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr wurde unter anderem der chinesische Solarenergie-Pionier Huang Ming ausgezeichnet. Als bislang letzte Deutsche erhielt die Ärztin Monika Hauser 2008 einen Alternativen Nobelpreis. Sie setzt sich für Frauen ein, die Opfer sexueller Gewalt in Kriegen sind.