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Mittwoch, 09.11.2011

Regime in Syrien verhöhnt die Welt: „Frieden“ mit 3500 Toten

Opposition erklärt Stadt Homs zum Katastrophengebiet

Nach außen demonstriert Syriens Machthaber Baschar al-Assad Einsicht. Doch im Land gehen Regierungstruppen weiter mit brutaler Gewalt gegen Regimegegner vor. Allein am Wochenende starben 19 Demonstranten. Nach jüngsten Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR sind bislang mindestens 3500 Menschen bei den Protesten gegen das Regime ums Leben gekommen.

Eine UNHCR-Sprecherin sagte in Genf, es handele sich dabei um eine vorsichtige Schätzung, die auf glaubwürdigen Quellen vor Ort beruhe. Die syrische Regierung hat das Land für ausländische Journalisten weitgehend abgeriegelt. Immer wieder erscheinen jedoch Amateur-Videos im Internet, die das brutale Vorgehen der Regierungstruppen gegen Regimekritiker dokumentieren.
Die Arabische Liga hatte Syrien am Mittwoch aufgefordert, innerhalb einer Frist von zwei Wochen das Militär aus den Städten abzuziehen. Das sagte Assads Regierung zu und versprach zudem, auf ein Ende der Gewalt hinzuwirken. Das Blutvergießen ging aber seitdem weiter.

Das syrische Regime reagiert auf den internationalen Druck mit neuen Vorwürfen Der Arabischen Liga wirft die Regierung von Präsident Baschar al-Assad vor, ihre Kompetenzen zu überschreiten. Die Gewalt gegen die Opposition geht derweil unvermindert weiter.

Angesichts der anhaltenden Gewalt lobte Bundesaußenminister Guido Westerwelle die internationale Staatengemeinschaft. Die internationale Isolierung des syrischen Regimes schreite voran.

Derweil spitzt sich in Homs die Lage zu. Im Internet sprach die Opposition nach den wochenlangen Attacken von einem Katastrophengebiet. Ein Aktivist sagte der Nachrichtenagentur dpa im Libanon, dass Lebensmittel- und Wasservorräte inzwischen knapp würden. Auch Strom gebe es nicht mehr.