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Leserbriefe

Montag, 01.10.2001



B.M. schrieb:


Die islamisten haben einen totalitären Anspruch. Sie sind in der Regel gegen die Trennung von Staat und Religion. Auch ist es nunmal so, daß die ganzen Selbstmordattentäter islamischen Glaubens sind. Die schlimmen Taten haben also in irgend einer Weise etwas mit dem Islam zu tun. Es dürfte auch unbestreitbar sein, daß sich in der "islamischen Kultur" irgendwelche Radikalen breit machen und für irrationale Ziele eintreten. Man denke nur an Algerien, Ägypten, vom Iran und Afghanistan ganz zu schweigen.
Es macht den Anschein, als wenn der Begriff der "Menschenrechte", dem Islam nicht so geläufig ist, bzw. sich mit völliger Ignoranz gegenüber den andersgläubigen Mitmenschen sich nur für das eigene, die eigene Bevölkerung, die eigene Familie und den eigenen Glauben eingesetzt werde. Toleranz scheint allgemein in den Staaten, in denen der Islam Staatsreligion ist, ganz klein geschrieben zu werden. Da aber, wo der Islam keine Staatsreligion ist, kommt der große Schrei nach Toleranz und Differenzierung. Die "Gegner" im nichtislamischen Lager werden mit Argusaugen zensiert und beurteilt, ob etwaige dem Islam gegenüber "nichttolerante" Äußerungen vorliegen und diese werden angeprangert. Es ist sicherlich zutreffend, daß man den Islam als Weltreligion mit ca. 1 Millarde Anhängern nicht mit den einigen Hundert Terroristen gleich stellen kann. Jedoch sollten sich diejenigen, die in der Regel eine solch totalitäre Haltung haben, sich zunächst einmal darum bemühen, daß solche "Auswüchse"unter "ihren Glaubensbrüdern" unterbleiben. Es ist nunmal so, daß sochle "Auswüchse" ihren Ursprung in einer doch etwas breiter vertretenen radikalen Auffassung in den Reihen der Islamisten ihren Ursprung haben. Die Vertreter des Islam wären nach meiner Auffassung gut beraten, wenn sie sich dieser Radikalen gewissermaßen "im eigenen Haus" selbst annehmen würden, als auf die christliche Welt zu schauen, ob diese jetzt noch genügend zwischen radikalen und nichtradikalen Islamisten unterscheidet.