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Dienstag, 19.02.2008

Neuer Ratsvorsitzender der Bischofskonferenz Zollitsch betont Recht auf Moscheen

Die Deutsche Bischofskonferenz hat den Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch zum neuen Vorsitzenden gewählt. Zollitsch verspricht, nach einer öffentlich ausgedrückten Bitte des Zentralrates der Muslime hierzulande aktiv bei der Integration zu helfen, den in Deutschland lebenden Muslimen die Unterstützung der katholischen Kirche: "Wir werden weiter das Gespräch suchen und den Muslimen helfen, bei uns eine Heimat zu finden".

In der Diskussion um die Integration warnte der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, vor Parallelgesellschaften. Diese seien „immer anfällig für Konflikte und Krisen“. Die katholische Kirche trage etwa durch die Öffnung ihrer Kindergärten für das Gelingen der Integration bei. Die Bischofskonferenz habe sich zudem immer dafür eingesetzt, dass in Schulen islamischer Religionsunterricht erteilt werde.

Zollitsch erklärte dem „Mannheimer Morgen“ gegenüber, dass Muslime auch das Recht haben in Deutschland eigene Moscheen zu bauen. Über die Größe der islamischen Gotteshäuser warf er die Frage auf, ob „alle Moscheen in dieser Größe mit so gewaltigen Minaretten“ gebaut werden müssten.
Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, forderte die Moscheen indessen dazu auf, sich dafür einzusetzen, "dass ihre Mitglieder die westlichen Werte akzeptieren." Auch sollten die Imame in deutscher Sprache predigen.

In einem Interview mit der "Wetsdeutsche Allgemeine Zeitung" erklärte Schneider ferner, dass die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB ) von der Türkei fremdbestimmt sei. "Es stellt sich die Frage, wieweit hier ein Außenposten der Türkei etabliert werden soll. Die Vereine müssen sich von der Türkei lösen, das kann so nicht bleiben", forderte Schneider. (Quelle u.a.:igmg.de)