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Samstag, 03.12.2005

"Islamkritiker " schlägt Gesprächsangebot der Muslime ohne Begründung aus

"Hans-Peter Raddatz will weiterhin auf liebgewonnene Feindbilder nicht verzichten"

(iz/islam.de) Große Aufregung in Deutschland um ein missverständliches „Internet-Gebet“ des Muslim Marktes vor einem Monat. Der Islamkritiker Hans-Peter Raddatz glaubte sich dadurch einen Mordaufruf ausgesetzt zu sehen. Zwischenzeitlich hat das BKA dieses Schreiben als ungefährlich eingestuft. Da der Vorfall Befürchtungen nährte, dass auch in Deutschland radikale Zellen die Justiz gegen unbeliebte Kritiker selbst in die Hand nehmen könnte, wollten die IZ Medien und islam.de die Gesprächskultur beleben und luden Herrn Raddatz zu einem Gespräch nach Bonn ein.

Sie machten gleichzeitig deutlich, dass in der muslimischen Gemeinde öffentliche Kritik an den Muslimen als legitim angesehen wird, ein Austausch hierüber aber nicht nur über die Medien zu führen ist, sondern auch im direkten Dialog auf gleicher Augenhöhe. Denn nur so kann man ernsthaft etwas verbessern.

Aus zunächst unerklärlichen Gründen wollte Herr Raddatz dieses Gespräch aus dem Weg gehen und schlug wenig später das Gesprächsangebot seitens der muslimischen Medien aus – ohne Angaben eines Grundes. Eine mögliche Begründung könnte der Inhalt seiner letzten Interviews sein. Darin geht hervor, dass er weiterhin auf liebgewonnene Feindbilder nicht verzichten will, Falschaussagen über den Islam verbreitet und Hass und Angst unter den Bürgern säht.

islam.de und IZ-Medien werden die Türen für Gespräche offen halten. Im nächsten Jahr sind„Werkstattgespräche“ mit Menschen des öffentlichen Lebens geplant.