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Mittwoch, 08.07.2020


v.l.n.r.: Bundesinnenminister Horst Seehofer, Staatssekretär Markus Kerber, Generalsekretär des ZMD Abdessamad El Yazidi, Vorsitzender des ZMD Aiman Mazyek

Seehofer übernimmt Schirmherrschaft für Marwa-El-Sherbini-Preis für Zivilcourage

Treffen zwischen Bundesinnenminister Horst Seehofer und ZMD: „Dies ist ein erster wichtiger Schritt und ein deutliches Signal zur Bekämpfung von antimuslimischen Rassismus, der sich in unserer Gesellschaft verbreitet hat.", so ZMD-Vorsitzender Aiman Mazyek

Im Rahmen des Treffens des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) mit dem Bundesinnenministerium tauschten sich Bundesinnenminister Horst Seehofer und Aiman Mazyek, Vorsitzender des ZMD, aus. Beim Treffen am Montagabend (06.07.2020) im Ministeriumssitz in Berlin, nahm zudem Abdessamad El Yazidi, Generalsekretär des ZMD, und der für Grundsatzfragen und Religion zuständige Staatssekretär Markus Kerber teil. Themen waren unter anderem der antimuslimische Rassismus in Deutschland und die Übergriffe auf Muslime und Musliminnen und deren Sicherheitslage, wie auch der enorm zugenommenen Angriffe auf Moscheen.

Erfreulich für den ZMD ist, dass der Bundesinnenminister Seehofer die Schirmherrschaft und Teilnahme am Marwa El-Sherbini-Preises für Zivilcourage, der vom Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) im letzten Jahr ins Leben gerufen wurde, übernehmen wird. Zudem bestätigt Seehofer den Beginn der Konstituierung der Einrichtung des Expertengremiums zur Bekämpfung der Muslimfeindlichkeit im BMI in Abstimmung mit den Muslimen.

Erster wichtiger Schritt - Enquete-Kommission und Beauftragter gegen Muslimfeindlichkeit müssen folgen

"Wir sind dankbar, dass Innenminister Seehofer die Schirmherrschaft und Teilnahme für den Marwa El-Sherbini-Preis für Zivilcourage übernimmt. Diese Auszeichnung gilt als ein Erbe und Mahnmal, das Marwa El-Sherbini uns durch ihren Mut, Zivilcourage und ihre Toleranz hinterlassen hat. Marwa El-Sherbini hat um ihr Recht gekämpft und musste aufgrund von Muslimfeindlichkeit und Rechtsextremismus einen hohen Preis für diesen Kampf zahlen. Ihr Fall ist Warnung und Mahnmal für uns im Kampf gegen alle Formen von antimuslimischem Rassismus und Muslimfeindlichkeit nicht nachzulassen", sagte ZMD-Vorsitzender Aiman Mazyek.

In Bezug auf die Einrichtung des Expertenausschusses zur Bekämpfung von Muslimfeindlichkeit und antimuslimischen Rassismus durch das Innenministerium sagte der ZMD Vorsitzende Aiman Mazyek abschließen: „Dies ist ein erster wichtiger Schritt und ein deutliches Signal zur Bekämpfung von antimuslimischen Rassismus, der sich in unserer Gesellschaft verbreitet hat. Weitere Punkte müssen folgen, wie die Enquete-Kommission im Deutschen Bundestag zu diesem Thema und die Installierung eines Beauftragten gegen Muslimfeindlichkeit“, so Mazyek abschließend.