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Montag, 06.01.2020

USA tötet hochrangigen iranischen General Soleimani

Irans Führung droht mit Vergeltung - Trump weiter auf Konfrontation - Droht nun eine gefährliche Eskalation zwischen beiden Staaten?

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran erreicht einen neuen Höhepunkt: Das US-Militär tötete bei einem Raketenangriff im Irak einen der ranghöchsten iranischen Generäle, Ghassem Soleimani.

Der 62-Jährige war der Kommandant der Al-Kuds-Brigaden – einer iranischen Militäreinheit, die im Ausland agiert, wie beispielsweise im Irak. Über schiitische Milizen verfügte er über einen riesigen Einfluss im Nachbarland und bekämpfte mit ihnen jahrelang die dortigen US-Truppen.

Die USA haben nach eigenen Angaben den Raketenangriff im Irak ausgeführt, bei dem einer der höchsten iranischen Generäle getötet worden war. Das US-Verteidigungsministerium teilte am späten Donnerstagabend (Ortszeit) mit, der Angriff sei auf Anweisung von Präsident Donald Trump erfolgt, um weitere Attacken auf amerikanische Kräfte in der Region zu verhindern.

In seiner iranischen Heimat galt Soleimani als einflussreicher Strippenzieher. Er war einer der wichtigsten Berater des iranischen Revolutionsführers Ajatollah Ali Chamenei und galt nach ihm als zweitmächtigster Mann des Landes. Die Nachricht seines Todes brachte am Freitag in der iranischen Hauptstadt Teheran zehntausende Menschen auf die Straße.

Zu dem Angriff auf Soleimani kam es am Flughafen der irakischen Hauptstadt Bagdad. Wie es von den örtlichen Sicherheitskräften hieß, trafen drei Raketen den Fahrzeugkonvoi des Generals, als dieser gerade das Flughafengelände verließ. Insgesamt starben acht Menschen. Darunter war auch der hohe irakische Milizenanführer Abu Mahdi al-Muhandis, ein enger Verbündeter des Irans und ein Schwiegersohn Soleimanis. Irans Führung droht mit Vergeltung.