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Donnerstag, 06.06.2019

Al-Aqsa Moschee kommt nicht zur Ruhe

Respekt-Reglung im Ramadan missachtet

Jerusalem - Auf dem Plateau der Al-Aqsa Moschee ist es am Sonntagmorgen zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und der israelischen Polizei gekommen. Die Unruhen brachen aus, als die Polizei jüdischen Gruppen trotz der üblichen Ramadan-Sperre den Zugang zum Plateau mit dem Felsendom und der Al-Aqsa-Moschee anlässlich des "Jerusalem-Tags" gestattete. In den vergangenen 30 Jahren hatten die Behörden Juden während der letzten zehn Tage des Fastenmonat Ramadan den Zutritt verwehrt. In diesem Jahr fällt erstmals seit langem der Jerusalem-Tag mit der Erinnerung an die Eroberung der arabischen Altstadt im Sechstagekrieg 1967 durch israelische Truppen in den islamischen Ramadan.

Als rund 120 Israelis in den frühen Morgenstunden das Plateau betraten, warfen Muslime Stühle und andere Gegenstände, um sie zurückzudrängen. Daraufhin griff die Polizei ein. Sie habe die Randalierer zerstreut, die sich in der Moschee versammelt hatten, und einige Personen festgenommen, heißt es in einem Polizeibericht. Laut der Zeitung "Haaretz" setzten die Sicherheitskräfte dabei auch Gummigeschosse ein. (KNA)