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Dienstag, 14.05.2019

Zentralrat der Juden startet Präventionsprojekt mit Muslimen gegen Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit

"Mit der direkten jüdisch-muslimischen Begegnung auf Augenhöhe möchten wir Vorbehalte abbauen und damit frühzeitig einer Radikalisierung vorbeugen"

Berlin - Der Zentralrat der Juden in Deutschland startet in diesem Jahr ein bundesweites jüdisch-muslimisches Dialog-Projekt. Unter dem Titel "Prävention durch Dialog: Jüdisch-muslimisches Gespräch neu gedacht" solle es bundesweit verschiedene Dialogveranstaltungen geben, teilte der Zentralrat am Montag in Berlin mit. Daneben solle der Dialog auch in den sozialen Netzwerken breiten Raum finden und eine große Reichweite erreichen.

Zentralratspräsident Josef Schuster erklärte dazu, Radikalisierung und Antisemitismus in Teilen der muslimischen Gemeinschaft bereiteten Sorge und seien ein Problem für die Demokratie insgesamt. Darüber hinaus seien Juden und Muslime weltweit Angriffen durch Rechtsextremisten und Islamisten ausgesetzt.

"Mit der direkten jüdisch-muslimischen Begegnung auf Augenhöhe möchten wir Vorbehalte abbauen und damit frühzeitig einer Radikalisierung vorbeugen", so Schuster. Toleranz und ein respektvolles Miteinander der Religionen und Kulturen seien für den Zusammenhalt der Gesellschaft entscheidend. Das Projekt wird von der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung gefördert.

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland lobt und beglückwünscht die Initiatoren für dieses wichtige Projekt und wünscht ihnen für ihr Vorhaben alles Gute. Gerade nach den Ereignissen der letzten Wochen (Christchurch, Sri Lanka und Poway), ist es besonders wichtig, dass die Religionen den Dialog weiterführen und sich auf ihre gemeinsamen Werte berufen, um für Frieden und Geschwisterlichkeit einzustehen.

KNA/Eigen