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Donnerstag, 02.05.2019

Unseco-Preis für mutige Berichterstattung

Journalisten aus Myanmar werden für ihre Berichterstattung über das Unrecht gegenüber der muslimischen Minderheit mit dem Guillermo-Cano-Preis geehrt

Bonn/Addis Abeba (KNA) Kyaw Soe Oo und Wa Lone, inhaftierte myanmarische Journalisten, erhalten den diesjährigen Guillermo-Cano-Preis für Pressefreiheit der Unesco. Das teilte die Weltkulturorganisation am Donnerstag in Bonn zum Welttag der Pressefreiheit an diesem Freitag mit. Der Preis wird bei der zentralen Unesco-Veranstaltung zum Welttag in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba verliehen.

Die beiden Journalisten wurden den Angaben zufolge im Dezember 2017 zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt. Sie hatten für die Nachrichten-Agentur Reuters über mutmaßliche Menschenrechtsverletzungen in Myanmars Teilstaat Rakhine berichtet. In ihrer Dokumentation ging es um Verbrechen an der muslimischen Minderheit der Rohingya.

Die Präsidentin der Deutschen Unesco-Kommission (DUK), Maria Böhmer, würdigte die Rolle journalistischer Berichterstattung für die politische Meinungsbildung. Derzeit sei jedoch weltweit ein Anstieg von Desinformationskampagnen zu beobachten, "auch in Europa und Deutschland". Dies sei "eine gefährliche Entwicklung für die Demokratie", mahnte Böhmer.

Der Guillermo-Cano-Preis für Pressefreiheit wird seit 1997 jährlich von der Unesco vergeben. Er ist nach dem kolumbianischen Journalisten Guillermo Cano Isaza benannt, der 1986 vor dem Redaktionsgebäude seiner Zeitung in Bogota hingerichtet wurde.