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Freitag, 26.04.2019

Solidaritätsbekundungen – Religionen in Neu Delhi setzen Zeichen gegen Hass

Nach den Anschlägen in Sri Lanka haben religiöse Führer in Indien ihre Verbundenheit mit den Opfern gezeigt

Neu Delhi - Mehr als 100 Führungspersönlichkeiten der Religionen Indiens haben bei einer Versammlung vor der Kathedrale Sacred Heart in Neu Delhi den Opfern der Terroranschläge von Sri Lanka gedacht. An der Solidaritätskundgebung nahmen Katholiken, Muslime, Hindus und Sikhs teil, berichtete der asiatische katholische Pressedienst Ucanews am Donnerstag. "Wir sind hier, um für die trauernden Familien zu beten, und dafür, dass die Christen nach dieser absolut abscheulichen Attacke Mut und Hoffnung nicht verlieren", sagte der islamische Gelehrte und Politiker Maulana Mahmood Madani.

Madani ist Generalsekretär der muslimischen Organisation Jamiat Ulama-i-Hind und Mitglied des indischen Parlaments. Pater Felix Jones, Sekretär der Kommission für den Dialog zwischen den Religionen der katholischen Erzdiözese Neu Delhi, nannte die Selbstmordanschläge einen "Angriff auf uns alle". "Wir müssen und wir können jene bekämpfen, die uns zerstören oder spalten wollen", betonte Jones gegenüber Ucanews.

Der indische Geheimdienst hatte schon gut zwei Wochen vor den Anschlägen die Sicherheitsorgane in Sri Lanka vor geplanten Attentaten gewarnt. Diese hatten die Warnungen jedoch ignoriert. Präsident Maithripala Sirisena forderte am Freitag den Verteidigungsminister und den Polizeichef zum Rücktritt auf.

KNA/Eigen