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Montag, 05.11.2018


Anschlag auf koptischen Pilgerbus in der ägyptischen Provinz Al-Minya

ZMD verurteilt Anschlag auf das Schärfste und kondoliert den Opfern: "Ziel der Spaltung der ägyptischen Gesellschaft darf nicht erreicht werden."

Kairo (KNA/eigene) Bei einer Attacke auf einen Pilgerbus am Freitag in der ägyptischen Provinz Al-Minya waren mindestens sieben koptisch-orthodoxe Christen getötet worden, weitere wurden teils schwer verletzt. Die Pilger befanden sich auf dem Weg zum Kloster Anba Samuel in Mittelägypten. Verantwortlich für die Tat erklärte sich die Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS).

Der Anschlag auf die Gruppe hat weltweit Bestürzung ausgelöst. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland verurteilt diesen feigen terroristischen Anschlag aufs Schärfste. Der Vorsitzende des ZMD Aiman Mazyek sprach in einem Brief an die ägyptische Regierung den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus und wünschte den Verletzten baldige Genesung. Mazyek betonte, dass dieser feige Angriff darauf abzielte einen Keil in die ägyptische Bevölkerung zu treiben. Das Ziel der Spaltung der ägyptischen Gesellschaft darf nicht erreicht werden.

Auch die Al-Azhar-Universität verurteilte den Anschlag laut ägyptischen Medien in einer Stellungnahme als "feige". Die kriminellen Täter seien "der grundlegenden menschlichen Werte beraubt" und hätten sich "so weit wie nur möglich" von den religiösen Überzeugungen entfernt, wonach der Friede zu fördern, Hass und Gewalt jedoch zu verurteilen seien.

Im Mai 2017 waren bei einem Terroranschlag auf einen Bus, der koptische Pilger zum selben Kloster beförderte, zahlreiche Menschen getötet und verletzt worden. Auch damals reklamierte die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) die Tat für sich.