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Donnerstag, 05.07.2018

Hunderttausende Menschen im Jemen in akuter Gefahr

Die Kämpfe in der jemenitischen Hafenstadt Hudaida gefährden nach Angaben der Hilfsorganisation Oxfam das Leben von Hunderttausenden Menschen.

Die Lebensbedingungen in der umkämpften Stadt am Roten Meer verschlechterten sich rasant, teilte die Organisation am Donnerstag in Berlin mit. "Fast 800.000 Menschen leiden Hunger, 80.000 Menschen sind auf der Flucht und die Gefahr eines erneuten Choleraausbruchs ist groß", heißt es.

Etwa 46.000 Kinder, Frauen und Männer hätten es geschafft, die Stadt zu verlassen. Auf der Flucht drohe ihnen aber Gefahr durch Kämpfe, Luftangriffe und Landminen.

Oxfam appellierte an den UN-Sicherheitsrat, höchsten diplomatischen Druck auszuüben, um die Kriegsparteien zu einem Waffenstillstand zu bewegen. "Das Schicksal von 600.000 Menschen steht auf dem Spiel. Schon jetzt sind die Ressourcen knapp, und es ist zu befürchten, dass durch den Auftakt einer massiven Offensive viele Menschen getötet werden." Die Unterstützer dieses Krieges, auch die in westlichen Hauptstädten, müssten aufhören, den Konflikt weiter anzuheizen. Stattdessen sollten sie maximalen Druck auf die Kriegsparteien ausüben, um einen Waffenstillstand zu schließen, so die Helfer.

Im Jemen, dem ärmsten Land der Arabischen Halbinsel, liefern sich seit Jahren schiitische Huthi-Rebellen und die sunnitisch geprägte Zentralregierung einen Machtkampf. Vor rund drei Jahren griff Saudi-Arabien in den Konflikt ein. Unterstützung kommt seither aus weiteren arabischen Staaten sowie den USA, Großbritannien und Frankreich.