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Sonntag, 18.12.2016


v.l.n.r.: Ernes Erko Kalac, Flüchtlings- und Sportbeauftragter des ZMD; Wael Shueb, Karateka aus dem Flüchtlingsteam; Noah Bitsch, Karateka und mehrfacher Deutscher Meister

Ein Sieger ohne Medaille – Geflüchtete bei der diesjährigen Karate Weltmeisterschaft

Wael Shueb lebt seinen Karate-Traum trotz Flucht aus seinem zerstörten Heimatland Syrien

Die World Karate Federation (WKF) lud anerkannte Flüchtlinge seiner 192 Mitgliedsländer zur Karate-Weltmeisterschaft nach Linz ein. Bei der WM nahmen über 1000 Kampfsportler teil.
Es waren die größten Weltmeisterschaften aller Zeiten mit 1166 Sportlern aus 118 Nationen.




Für Deutschland startete der Syrer Wael Shueb, der 2010 bei der WM in Belgrad für Syrien Fünfter geworden war, 2012 in die Türkei flüchtete und 2015 mit dem großen Flüchtlingsstrom nach Deutschland kam. „Das ist wie ein Märchen für ihn. Er ist sehr glücklich“, berichtet Kalac über seinen Schützling, für den er Wegbereiter, Mentor und Vertrauter zugleich ist. In Ungarn von Räubern schwer misshandelt, musste er mehrere Operationen über sich ergehen lassen, bevor er von Ernes Erko Kalac, Flüchtlings- und Sportbeauftragter des ZMD und Vereinsleiter von GKV Lotus Eppertshausen, entdeckt und gefördert wurde.




Herr Kalac versteht sich auf die Rolle, Flüchtlingen sportliche Starthilfe für das Leben in der Fremde zu geben und erhielt für seinen gegründeten Kampfsportverein Lotus Eppertshausen schon einige Integrationspreise.





Am 30.01.2016 bei der ersten Flüchtlingskonferenz des ZMD traf Ernes Erko Kalac Anwältin Nahla Osman und informierte Sie darüber, dass Wael Shueb noch kein Asyl für Deutschland erhalten habe. Wenig später wurde dies jedoch durch Ihr Zutun eingeleitet und Wael Shueb darf bald seine Anerkennung erhalten.

Hier der Link zum TV-Beitrag zur Weltmeisterschaft auf RTL:
http://www.rtl-hessen.de/video/14776/fluechtling-als-karate-lehrer