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Freitag, 28.10.2016


Angriffe auf Moscheen in Deutschland um ein Vielfaches angestiegen

"Islamgegner" haben seit Juni allein in Sachsen sechs Angriffe verübt

Die Zahl der Angriffe auf Moscheen in Ostdeutschland ist laut einem Bericht der «Huffington Post» stark gestiegen. Islamgegner hätten seit Juni allein in Sachsen sechs Angriffe verübt, berichtet die Online-Zeitung (Donnerstag) unter Berufung auf die Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion.

Demnach ist Sachsen im laufenden Halbjahr das Bundesland mit den meisten Übergriffen auf Moscheen. An zweiter Stelle folgt Niedersachsen mit fünf Attacken. Bundesweit richteten sich seit 1. Juni 28 Straftaten gegen Moscheen. 13 ereigneten sich in den fünf ostdeutschen Bundesländern. In Ostdeutschland leben nur zwei Prozent der deutschen Muslime.




Bisher hatten sich laut dem Bericht die meisten Anschläge in Westdeutschland ereignet. So seien im ersten Halbjahr 2016 in den neuen Bundesländern insgesamt nur zwei Attacken verübt worden. In Brandenburg und Thüringen verzeichneten die Behörden laut «Huffington Post» seit Juni schon je drei Angriffe auf islamische Gebetshäuser; das wären mehr als in den bevölkerungsreicheren Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg.

«Dies ist ein erschreckender Beleg für die wachsende Islamfeindlichkeit in Deutschland», wird die Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion für Strategien gegen Rechtsextremismus, Monika Lazar, zitiert. Insgesamt haben Islamhasser seit Jahresbeginn mindestens 54 Mal Moscheen angegriffen. Die Dunkelziffer dürfte laut dem Bericht noch höher liegen.