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Donnerstag, 23.01.2014

ZMD: Neustart der Deutschen Islamkonferenz (DIK) möglich

Mazyek schlägt Themen, wie Imame in der Bundeswehr und Wohlfahrt vor - "Inhalt und Form müssen gemeinschaftlich abgestimmt werden"

Der Zentralrat der Muslime (ZMD) plädiert dafür die Bundeswehr für islamische Geistliche öffnen. "Wir brauchen muslimische Seelsorger in der Bundeswehr", sagte der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek der "Süddeutschen Zeitung". Unter den deutschen Soldaten gebe es etwa 1600 islamischen Glaubens. Mazyek plädierte auch für islamische Wohlfahrtsangebote. "Es ist an der Zeit, über eine muslimische Beteiligung an Sozialeinrichtungen zu reden", sagte Mazyek. Bislang dominieren kirchliche Träger.

Hintergrund der Forderungen ist die Einladung von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) an die muslimischen Verbände, noch im Januar über die Zukunft der Deutschen Islamkonferenz zu sprechen. Ins Leben gerufen hatte sie 2006 der damalige Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU). Es gab zuletzt jedoch Kritik daran, dass bei der Runde zunehmend Sicherheitsfragen in den Vordergrund gerückt seien.

Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Mazyek: "Ein Neustart ist möglich, wenn Inhalt und Form gemeinschaftlich abgestimmt werden." Von der "Einrichtung einer ständigen und konstruktiven Dialog-und Gesprächsebene" zwischen Bund und muslimischen Vertretern könnten "beide Seiten und die Gesellschaft insgesamt nur dann profitieren, wenn sie partnerschaftlich und vertrauensvoll geführt" werde, fügte Mazyek hinzu.

Dabei sei die Frage, ob die Konferenz weiter unter dem Namen Islamkonferenz firmieren solle, zweitrangig. "Wichtig ist, was hinten rauskommt, wenn ich das mal so salopp sagen darf, und nicht, welche Überschrift wir der Sache geben", so Mazyek.