Newsnational Donnerstag, 22.08.2013 |  Drucken

Frankreich macht Assad für die jüngsten Giftgasangriff auf die Zivilbevölkerung in Syrien verantwortlich

Weitere Tote und Verletzte - Aljazeerah spricht von 1300, darunter viele Kinder - Weltgemeinschaft weiter taten- und fasungslos. Sicherheitsrat fordert lediglich Aufklärung - Israel: UNO-Inspektionen in Syrien ein "Witz"

Die französische Regierung droht nach dem Giftgasangriff in Syrien mit einem harten Vorgehen. "Wenn das wahr ist, ist es grauenvoll", sagte Außenminister Laurent Fabiusdem französischen Sender BFM TV und deutete ein militärisches Eingreifen an. Sollten dem Regime die Attacken nachgewiesen werden, sei mehr als eine internationale Verurteilung notwendig. Dann müsse es eine "Reaktion der Stärke" geben.


Frankreich macht somit offenbar die Truppen von Präsident Baschar al-Assad für die Tat verantwortlich. Großbritanniens Außenminister William Hague erklärte bereits, er hoffe, die mutmaßliche Attacke führe den Unterstützern Assads dessen "mörderische und barbarische" Art der Herrschaft vor Augen.

Ein Sprecher des oppositionellen Syrischen Nationalrats erklärte : „Wir rechnen damit, dass die Zahl der Toten steigt, weil wir gerade erst ein Viertel in Samalka entdeckt haben, in dem die Häuser voller Leichen sind.“ Samalka zählt zu den Wohnvierteln, in denen die syrische Armee nach Angaben der Opposition Giftgas eingesetzt haben soll. Genau in dem Gebiet setzten Truppen von Präsident Baschar al-Assad nach Rebellenangaben am Donnerstag ihre Offensive fort. In den Wohnvierteln Dschobar und Samalka schlugen demnach Raketen und Granaten ein, auch andere Orte am Rand von Damaskus gerieten unter Beschuss.

Israel warf der internationalen Gemeinschaft vor, die Augen vor Chemiewaffen-Einsätzen in Syrien zu verschließen. "Die Welt verurteilt, die Welt ermittelt, die Welt redet nur", sagte der israelische Minister für Strategische Angelegenheiten, Juwal Steinitz. In den vergangenen zwei Jahren sei nichts Greifbares oder Bedeutsames getan worden, um Assad daran zu hindern, sein Volk zu massakrieren.





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