islam.de - Druckdokument - Druckdatum: Dienstag, 13.04.21
http://www.islam.de/22644.php


islam.de - Alle Rechte vorbehalten

Dienstag, 30.07.2013

Halal-Markt

Erste Halal-Messe in Deutschland – ZMD ruft Islamische Organisationen auf, einheitliche Kriterien zu entwickeln – Bericht Stiftung warentest

Großkonzerne wie Nestlé, Wiesenhof, Meggle, Zentis oder Haribo lassen sich eine Reihe ihrer Produkte als Halal zertifizieren. Doch deutsche Kleinunternehmen sind eher zurückhaltend. Nach Angaben von Stiftung warentest lag 2011 der Anteil von Halal-Produkten am gesamten Lebensmittelumsatz bei 2 Prozent.

Nach einem Bericht von Stiftung warentest hat zudem der der Zentralrat der Muslime in Deutsch-land die islamischen Religionsgemeinschaften aufgerufen, zu sammen mit den Behörden  einheitliche Kriterien für ein deutsch-musli¬misches Gütesiegel zu entwickeln. Vor allem bei Zusatzstoffen haben Islamvertreter unterschiedliche Ansichten. Nicht alle lassen Aromastoffe auf Alkoholbasis zu. Einigkeit besteht, dass Alkohol und Schweinefleisch tabu sind. Das Fleisch, etwa vom Lamm, muss aus ritueller Schlachtung stammen. In Deutschland werden Tiere meist betäubt, traditionelles Schächten ist verboten und nur in Ausnahmen erlaubt.

Halal-Messe in Stuttgart

Halal-Produkte sind ein wichtiger Bestandteil zahlreicher muslimischer Haushalte in Deutschland. Im Zuge der vergangenen Jahre hat sich ein wichtiger und lukrativer Markt für Halal-Produkte entwickelt. Im kommenden Jahr wird vom 25. bis 27. Mai in Stuttgart die erste Messe für Halal-Produkte stattfinden. Auf der „Halal Expo Stuttgart“ werden muslimische und nicht-muslimische Unternehmer zusammenkommen, um islamkonforme Produkte und Dienstleistungen zu begutachten.

Dabei werden sie nicht nur auf Produkte aus den Bereichen Food & Beverage stoßen. Auch Non-Food-Produkte sowie Produkte aus den Bereichen Technologie, Finanzen und Dienstleistungen werden auf der Fachmesse präsentiert werden.

Das jährliche Umsatzvolumen für Halal-Produkte in Europa liegt aktuell bei 70 Milliarden US-Dollar. In Deutschland beläuft sich das Volumen auf etwa vier bis fünf Milliarden US-Dollar.