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Sonntag, 14.07.2013

Riesen-Schock in England: Wieder Terroranschlag auf Moschee in England

Über 200 Betende entgehen nur knapp einem Massaker – vermutlich Anschlag von  Rechtsextremisten. Skandal: Kaum Medienberichte – Man stelle sich vor, was los wäre, wenn ein „Islamist“ einen Anschlag verüben würde.

Bombenterror auf Moschee: In der Kleinstadt Tipton in Zentralengland ist am Freitag eine Nagelbombe vor einer Moschee explodiert.

Die selbstgemachte Bombe wurde kurz nach 13 Uhr Ortszeit vor der Kanzul Iman Moschee gezündet. Normalerweise wären zu dieser Uhrzeit bis zu 200 Gläubige zum Freitagsgebet in der Moschee gewesen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, denn wegen des Ramadan wurden die Gebete eine Stunde später abgehalten.

Die Polizei behandelt den Vorfall als Terrorakt und prüft, ob eine Verbindung besteht zu der Explosion vor einer Moschee im Nachbarort im vergangenen Monat.

Am Freitag war der von mutmaßlichen islamischen Extremisten getötete britische Soldat Lee Rigby bestattet worden. Der brutale Mord mit einem Fleischerbeil hatte im Mai weltweit für Aufsehen und Empörung gesorgt.

Man stelle sich den medialen Aufschrei vor, wenn ein Angreifer - zu denen ein muslimischer Bezug hergestellt werden könnte - eine Nagelbombe vor einer Kirche gezündet hätte. Europaweit wären Muslime aufgefordert worden sich von dem Terroranschlag zu distanzieren. Es würde Vorwürfe hageln, nicht genug gegen gewaltbereite Extremisten "aus den eigenen Reihen" vorzugehen. Grundsätzlich würde vielerorts die Friedliebigkeit der Muslime Frage gestellt, sowie eine latente Gewaltbereitschaft unterstellt – nicht selten unter Herstellung einer vermeintlich religiösen Begründung.