| Datum: | Titel / Thema: | Referenten: | Informationen / Ort |
| Freitag 26. Februar 2010 - Samstag 27. Februar 2010 | Im Niemandsland des Ausländerrechts - Bleiberechtsregelungen in der deutschen Rechtspraxis
In der Tagung soll gemeinsam mit Behörden, Richtern, Anwälten, Wohlfahrtsverbänden und Flüchtlingsinitiativen eine Bestandsaufnahme des bisherigen Bleiberechts und der Umsetzungsprobleme vorgenommen und Perspektiven für eine angemessene, humanitäre Lösung entwickelt werden. Die Tagung findet in Kooperation mit der Niedersächsischen Fachkonferenz für Flüchtlingsfragen statt. | - Dr. Lidwina Meyer (Ev. Akademie)
- Kai Weber (Hildesheim)
- Paul Middelbeck (Niedersächsisches Innenministerium, Hannover)
- Klaus-Uwe Littmann (Vorsitzender Richter, Verwaltungsgericht Hannover)
- RAin Susanne Schröder (Hannover)
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| Donnerstag 25. Februar 2010 - Samstag 27. Februar 2010 | Tagung „Imamausbildung in Deutschland: Islamische Theologie im europäischen Kontext“
Auf die etwa vier Millionen in Deutschland lebenden Menschen islamischen Glaubens üben die Imame der muslimischen Gemeinden traditionell einen großen Einfluss aus. Die muslimischen Geistlichen spielen eine bedeutende Rolle bei der religiösen und kulturellen Erziehung der Kinder und Jugendlichen und bei der Integration der Muslime in Deutschland. Dadurch wirken die Imame auf die Einstellung von Muslimen zur deutschen
Mehrheitsgesellschaft und somit auf den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt entscheidend ein, eine Tatsache, die auch auf politischer Ebene zunehmend Beachtung findet.
Vor diesem Hintergrund ist es von großer politischer Bedeutung, eine universitäre Ausbildung von Imamen in Deutschland und in deutscher Sprache zu etablieren und damit dem Islam seinen Platz in der deutschen Religionskultur zu geben. Eine Ansiedlung der Imamausbildung bzw. –fortbildung an hiesigen Universitäten würde aber nicht nur die Ausbildung einer den gesellschaftlichen Verhältnissen in Deutschland angemessenen islamischen Theologie befördern, sondern zugleich deren akademisches Niveau und öffentliche Präsenz stärken. | Prof. Dr. Bülent Ucar (Leiter des Zentrums für Interkulturelle Islamstudien), Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke (Vizepräsidentin der Universität Osnabrück), Prof. Dr. Ismet Busatlic (Sarajevo), Uwe Schünemann (Innenminister Niedersachsen)
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| Freitag 26. Februar 2010 um 20 Uhr | Iraks blutige Wende: "Modell-Demokratie" im Mittleren Osten?
Vortrag und Diskussion mit Loay Mudhoon
Bekanntlich stand der Irak-Krieg im Jahre 2003 ganz im Zeichen neokonservativer Pläne zur "revolutionären Demokratisierung" des Nahen Ostens. Diese sahen eine Art "Dominoeffekt der Demokratisierung" im Nahen und Mittleren Osten vor: Vom Irak aus sollte die Demokratie die anderen despotisch oder autoritär regierten arabischen Staaten und den Iran erfassen - und dauerhaft für politische Stabilität in dieser Krisenregion sorgen.
Doch der Irak, jenes künstliche Gebilde ohne nationale Bindung und innere Homogenität, gleichwohl mit hochgradigen, religiös-kulturellen und ethnischen Spaltungen, erwies sich schnell als ein denkbar schlechtes Terrain für dieses westliche Demokratieexperiment. Sieben Jahre nach dem offiziellen Kriegsende ist die Etablierung einer stabilen, demokratischen Nachkriegsordnung im Land immer noch nicht abgeschlossen. Auch in den meisten Ländern der Region um den Irak haben sich die demokratischen Strukturen nicht durchgesetzt. Auf der anderen Seite hat sich inzwischen ein neues parlamentarisches Staatswesen im neuen Irak etablieren können; das irakische Parlament wandelt sich vom chaotischen, konfessionell geprägten Debattierclub zur ernst zu nehmenden Volksvertretung - ein Novum in der arabischen Welt. Und viele irakische Parteien wenden sich vom separatistischen Konfessionalismus der Nachkriegsära ab und versuchen nun redlich, die nationale Einheit durch eine ethnisch- und konfessionsübergreifende Mehrparteienkoalition zu stärken.
Beim Vortragsabend wird die aktuelle Lage im Irak und in den Nachbarländern und die zukünftige Perspektive im Hinblick auf Frieden, die Zukunft der Demokratie sowie Menschenrechte diskutiert. | Loay Mudhoon ist Politologe und Islamwissenschaftler. Der Nahostexperte lehrt und forscht an der Universität Köln zur geostrategischen Rolle des Nahen und Mittleren Ostens. Zu seinen Forschungsgebieten gehören auch die politiktheoretischen Grundlagen des Islamismus und das Reformdenken im zeitgenössischen Islam. Er ist zudem Redakteur der Deutschen Welle und Redaktionsleiter des Internetportals Qantara.de - Dialog mit der islamischen Welt; www.qantara.de | weiter... |
| Freitag 5. bis Sonntag 7. März 2010 | "Spiritualität und Bildung" - August Hermann Francke
und Fethullah Gülen
Spiritualität ist die persönliche Beziehung des Menschen zu Gott. Freitag, den 5. März 2010 Wer sich zu Gott bekehrt, erfährt sich nicht nur als angenommen, sondern auch als gesendet.
Unsere Tagung fragt auf den Spuren der Genannten nach Parallelitäten, nach Verbindungen zwischen Spiritualität und Bildung und nach Chancen und Grenzen der Werteerziehung in konfessionellen Schulen und Schulen der Gülen-Bewegung.
Wir laden Sie herzlich ein
Dr. Erika Godel
Studienleiterin Evangelische Akademie zu Berlin
Ercan Karakoyun
Forum für interkulturellen Dialog Berlin (FID Berlin e.V.) | Dr. Michael Blume, Religionswissenschaftler - Filderstadt
Kristin Junga MA, Institut für Philosophie der Universität - Oldenburg
Muammer Akin, Geschäftsführer der BIL-Privatschulen in Stuttgart
Belgin Akgül, Rechtsanwältin, Berlin
Prof. Dr. Johann Evangelist Hafner,
Prodekan der Philosophischen Fakultät Potsdam
Dipl. Ing. Özcan Yildiz, Informatiker, Berlin
Dr. Klaus Möllering, Theologe und Medienfachmann - Berlin
Süleyman Bag, Hauptstadtkorrespondent der ZAMAN -
Berlin
Erhard Brunn, Journalist und Berater für interkulturelle Kooperationen - Frankfurt am Main | weiter... |
| Freitag 19. März bis Sonntag 21. März 2010 | „Freiheit, die ich meine“ - Muslime in der Demokratie
„Freiheit, die ich meine“ Dieses Plakat hat viele
Schweizer mobilisiert, in der Eidgenössischen Volksinitiative vom 29. November 2009 mit großer Mehrheit „Gegen den Bau von Minaretten“ zu stimmen. Die Auseinandersetzung zuvor wurde von vielen Gruppen, nicht zuletzt Fraueninitiativen,
unter dem Motto „Unsere Freiheiten bewahren“ unterstützt. Seitdem ist in ganz Europa eine erbitterte Auseinandersetzung entbrannt, ob sich liberale Gesellschaftsordnungen und Islam vertragen. Im säkularen Frankreich wird nun die Burka verboten, in den liberalen Niederlanden müssen Islamkritiker von der Polizei geschützt werden. Gleichwohl hat deren Popularität zugenommen.
Zu dieser Tagung sind alle eingeladen, denen die Religionsfreiheit wichtig ist und die ein Interesse an der Integration islamischer Gemeinschaften in das rechtliche Gefüge unserer Gesellschaft haben.
Pfarrer Dieter Kleinmann, MdL
Jochen Merkle
Pfarrer Wolfgang Wagner | Erdinc Altuntas (Landesvorsitzender DITIB Württemberg - Heilbronn)
Wolf D. Ahmed Aries (Universität Bielefeld)
Dr. Michael Blume
Religionswissenschaftler
Universität Heidelberg
Prof. Dr. Ulrich Goll (angefragt)
Justizminister Integrationsbeauftragter der Landesregierung - Vorsitzender der Reinhold-Maier-Stiftung Stuttgart
Dr. Ayyub Axel Köhler (Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland - Köln)
Gabriele Wulz (Prälatin - Ulm) | weiter... |
| Freitag 19. März 2010 - Samstag 20. März 2010 | Religion Störfaktor und Ressource in der Wirtschaft!
Die Zeichen der Zeit deuten darauf hin, dass der Faktor Religion weltweit wieder an Bedeutung gewinnt. Gegenüber der Wirtschaft erscheint Religion ambivalent: Einerseits wird sie als Störfaktor wahrgenommen (Stichwort: 9/11), andererseits als moralische und sinnstiftende Ressource, „deren semantische Potentiale noch nicht ausgeschöpft“ sind (Habermas).
Dieses Spannungsverhältnis von Störfaktor und Ressource, in dem sich Religion und Wirtschaft begegnen, stellt die DNWE-Jahrestagung 2010 zur Diskussion. Angesichts der Debatte um die Wiederkehr der Religion soll die Tagung aus wirtschaftsethischer Perspektive zur Klärung zweier fundamentaler Fragen beitragen:
1) Welche Bedeutung kommt Religion empirisch für die Wirtschaft zu – für Individuen, für Unternehmen, für Wirtschaftskultur und Wirtschaftsordnung?
2) Welche Relevanz besitzt das Religiöse konzeptionell innerhalb der Wirtschaftsethik und welche Rolle wird ihm zugemessen?
Vertreter von Religion, Wirtschaft und Wissenschaft beleuchten diese Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Tagung richtet sich an Verantwortungsträger in Wirtschaft, Kirchen, Religionsgemeinschaften, Wissenschaft und Gesellschaft. | u.a.
- Prof. Dr. Bernhard Emunds (Phil.-Theol. Hochschule Sankt Georgen)
- Michael Saleh Gassner (Zentralrat der Muslime in Deutschland)
- Prof. Dr. Michael Hüther (Institut der deutschen Wirtschaft, Köln)
- Prof. Dr. André Habisch ( Katholische Universität Eichstätt)
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| Sonntag 31. Januar bis Montag 05. April 2010 | Gaza – Brücke zwischen Kulturen. 6000 Jahre Geschichte / Sonderausstellung
Der Landstrich Gaza, gelegen zwischen Ägypten und Israel, ist aufgrund seiner politischen Situation seit Jahren in den Schlagzeilen der Medien zu finden. Doch ist diese Region weit mehr als nur ein Kriegsschauplatz: 6000 Jahre Geschichte zeichnen den Gazastreifen als lebhafte und hoch spannende Zone des Kulturkontaktes aus.
Diese Ausstellung zeigt über 300 hervorragende Exponate des wechselvollen Miteinanders verschiedenster Kulturen – zum ersten Mal in Deutschland. | | weiter... |
| Mittwoch 28. – Donnerstag 29. April 2010 | Fachtagung zur politischen Bildung - Rechtsextremismus in Europa
Rechtsextremismus ist ein europaweites Phänomen. Seine Erscheinungs- und Organisationsformen unterscheiden sich von Land zu Land, die ideologischen Überzeugungen und politischen Aktivitäten der extremen Rechten aber weisen Übereinstimmungen auf. Zunehmend vernetzen sie sich in Europa und darüber hinaus. Dies manifestiert sich in gemeinsamen Konferenzen, Konzerten, Demonstrationen oder auch in Parteibündnissen im Europaparlament.
Wie ist die Situation in anderen europäischen Ländern? Wie sind die Rechten organisiert? Welche gesellschaftlichen Gegenstrategien gibt es? Wie werden zivilgesellschaftliche Aktionen unterstützt? Diese und andere Fragen/Themenfelder
wollen wir exemplarisch mit internationalen Gästen diskutieren und für die politische Bildungsarbeit vor Ort erschließen. Zugleich bietet die Tagung ein Forum zum Austausch über Strategien, Organisationen, Aktionen und für Kontakte untereinander. | Adam Krzeminski, Publizist in der Wochenzeitung Polityka, Warschau*
Lisa Bjurwald, Journalistin/Autorin - Expo Magazine, Stockholm
Magdalena Marsovszky, freie Publizistin -Budapest
Marco Revelli, Universita del Piemonte
Orientale, Allessandria*
alle weiteren Referenten finden Sie auf der Website des Veranstalters | weiter... |
| Samstag 19. Juni 2010 um 14:00 | Offizielle Einladung zum 2. Osmanischen Kongress 2010
Sehr geehrte Damen und Herren,
Der Ottoman Club – Defenders of the Ottoman Throne lädt Sie herzlich zum 2. Osmanischen Kongress am Samstag, den 19. Juni 2010, um 14:00 Uhr nach Mönchengladbach ein. Unser Geschichtsverein wird sich auch in diesem Jahr mit drei Vorträgen, mit der osmanischen Geschichte auseinandersetzen. Hierzu sprechen Jörg-Michael Henneberg, Historiker und Autor aus Oldenburg, Rasim Marz, 1. Vorsitzender des Ottoman
Clubs, sowie der Historiker Thomas Weiberg aus Berlin. Als Ehrengast dürfen wir dieses Jahr unseren Schirmherrn, Seine Kaiserliche Hoheit Sehzade Selim Djem Efendi aus dem Kaiserhaus Osman, begrüßen. Außerdem dürfen sich die Kongressbesucher über die osmanisch-islamische Kunstausstellung des türkischen Künstlers Hasan Temiztürk freuen. Der Kongress tagt in der Kaiser-Friedrich-Halle in Mönchengladbach im „Kaisereck“. | | weiter... |
| Samstag, 17. Oktober 2009 - Donnerstag, 14. Oktober 2010 | Ausstellung "Schätze des Alten Syrien – Die Entdeckung des Königreichs Qatna"
Prachtvolle Grabbeigaben aus der unberaubten Königsgruft stehen im Mittelpunkt dieser erstmals in Europa präsentierten Metropole im Herzen des Alten Orients. Das weltweit Aufsehen erregende internationale Forschungsprojekt zeichnet ein überraschend neues Bild der Orient und Okzident verbindenden bronzezeitlichen Hochkulturen Altsyriens.
| Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Günter H. Oettinger. | weiter... |