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Sonntag, 25.04.2010

Fischer mit Sieg in Österreich

Rechte Kandidatin schneidet schlecht ab

Die umstrittene Kandidatin der rechtspopulistischen FPÖ, Barbara Rosenkranz, kam laut der Hochrechnungauf 15,5 Prozent der Stimmen und blieb damit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Rudolf Gehring, Vorsitzender einer Christenpartei kam auf 5,8 Prozent. Die konservative Volkspartei (ÖVP), zweitstärkste Kraft im Parlament, hatte keinen eigenen Kandidaten aufgestellt.

Die Wahlbeteiligung verzeichnete einem historischen Tiefstand: Nur knapp jeder Zweite gab demnach seine Stimme ab. Bei den Wahlen 2004 hatte die Wahlbeteiligung noch bei 71,6 Prozent gelegen.

Die unterlegene Rosenkranz sagte, sie sei mit dem Resultat "nicht glücklich", aber "durchaus zufrieden". Ihr Parteichef Heinz-Christian Strache schrieb das Abschneiden Rosenkranz´ einer "medialen Hexenjagd" gegen die Kandidatin zu. Weil ihn nur ein Drittel der Österreicher gewählt habe, gebe es "für den Herrn Bundespräsidenten keinen Grund zur Freude". Im Zentrum eines kurzen und unspektakulären Wahlkampfs hatte das Verhältnis der Herausforderin Rosenkranz zum Nationalsozialismus gestanden. Auf öffentlichen Druck hin gab die 51-Jährige im Wahlkampf eine eidesstattliche Erklärung ab, nach der sie die Verbrechen des Nationalsozialismus "aus Überzeugung" verurteile und sich von dessen Ideologie distanzierte. Zuvor hatte Rosenkranz auf Fragen zu den Gräueln des Dritten Reiches ausweichend geantwortet.