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Mittwoch, 27.01.2010

"Zutiefst menschlicher Weg des Islam"

Dekha Ibrahim Abdi mit dem hessischen Friedenspreis ausgezeichnet - Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) würdigte die Preisträgerin als "beeindruckendes Vorbild"

Frankfurt/Main — Die kenianische Friedensaktivistin Dekha Ibrahim Abdi ist in der letzten Woche mit dem hessischen Friedenspreis ausgezeichnet worden. Sie erhielt die Auszeichnung bei einem Festakt im Wiesbadener Landtag. Sie vermittle gekonnt zwischen Konfliktparteien und Angehörigen verschiedener Religionen, heißt es in der Begründung des Kuratoriums.

Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) erklärte, die Werte von Frieden und Freiheit seien für Abdi "Mission". Dafür setze sie sich ein und sei damit "lebender Beweis für den friedfertigen und zutiefst menschlichen Weg des Islam". Koch würdigte die Preisträgerin als "beeindruckendes Vorbild".

Der hessische Friedenspreis wird seit 1993 verliehen. Er wurde vom früheren hessischen Ministerpräsidenten Albert Osswald (SPD) und der von ihm begründeten Stiftung ins Leben gerufen und ist mit 25.000 Euro dotiert. Zu den bisherigen Preisträgerin gehören unter anderem der Dalai Lama und der Dirigent Daniel Barenboim.

Monika Lüke, die Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland berichtete, das vor zwei Jahren Abdi versucht habe, in der Hauptstadt Nairobi die blutigen Unruhen nach der umstrittenen kenianischen Präsidentenwahl zu stoppen. Abdi sei „Muslima, Kenianerin und Frau.“ Ihr islamischer Glaube sei die Kraftquelle ihrer Arbeit.