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Leserbriefe

Mittwoch, 20.01.2010



Mariam Buddeus schrieb:
"Feste der anderen Religionen anzuerkennen, ist ein erster Schritt für ein tolerantes Miteinander"

Zum Anlass der "christlichen Feste" möchte ich mal eins loswerden:
Einerseits wollen die Muslime integriert werden, andererseits wollen einige Muslime nichts mit dem Westen zu tun haben, in dem sie leben. So bekam ich von einigen Schwestern Mails in dem sie mich warnten, mich so anzuziehen wie "die im Westen". Sie hielten mich an, Christen nicht frohe Weihnachten zu wünschen und auch kein Frohes Neues Jahr. Es sei große Sünde.
Totaler Schwachsinn!

Dies ist nicht islamisch. Auch im Quran sind keine Stellen zu finden, die darauf hinweisen. Mich ärgert dass einige Geschwister sich so verhalten. Wie wollen sie integriert werden wenn sie alles ablehnen was hier passiert?
Natürlich frage ich mich dann, was die wohl hier wollen? Das sind die Geschwister die das Bild vermitteln, dass wir gar nicht integriert werden wollen. Es wird immer geschimpft, die Christen hätten so viele Vorurteile den Muslimen gegenüber. Doch umgekehrt ist es doch nicht anders.
Wenn ich es andersherum betrachte würde ich auch niemanden integrieren, der gar nichts von mir wissen will und sowieso alles für Sünde und Götzendienerei hält was ich tue. (Der böse Westen!!!)

Zum Opferfest haben mir sämtliche christlichen Freunde sowie Lehrer gratuliert, was ich sehr nett und aufmerksam finde. Komisch dass sich die Christen nicht zu fein dafür sind, die Feste der Andersgläubigen anzuerkennen, obwohl sie sie selbst nicht feiern. Ich finde die Feste der anderen Religionen anzuerkennen, ist ein erster Schritt für ein tolerantes Miteinander. Es geht nicht darum die Feste mit zu feiern, aber es geht darum sie anzuerkennen.
Wir leben hier in einem christlichen Land und es geht nicht dass Muslime sich abkapseln, auf alles schimpfen was hier passiert (von Kleidung bis Essen) sich sogar für was Besseres halten, gleichzeitig aber jammern dass sie nicht integriert werden. Das ist nicht islamisch, kann ich nur noch mal betonen.

"Hätte Gott es gewollt hätte er uns zu einem einzigen Volk gemacht." (Quran 5/48)

Gott wollte es aber nicht und so müssen wir miteinander leben. Und wenn jeder mal von seinem hohen Ross runterkommen würde, würden automatisch interreligiöse Gespräche stattfinden. Es kann wunderbar funktionieren zwischen Christen und Muslimen, wenn beide Seiten es wollen und vorurteilsfrei miteinander umgegangen wird, kann ich nur aus eigener Erfahrung sagen.